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Rebsorten


Herkunft/Verbreitung:

Die Herkunft des Grünen Veltliner ist unbekannt, Spuren weisen jedoch in die Römerzeit zurück. Nachweisbar im 18. Jh als Grüner Muskateller in Niederösterreich. Hauptsorte in Österreich mit Zentren im Weinviertel, Kamptal, Kremstal, Donauland, Wachau.


Charakteristik:

Fruchtbare Sorte, die auf mageren und fruchtbaren Böden gedeiht, am besten aber auf Löß- und Verwitterungsböden. Empfindlich in der Blüte. Verhältnismäßig spätreifend, benötigt langen, schönen Herbst.


Wein:

Das Qualitätsspektrum des Grünen Veltliner ist weitreichend: Es beginnt beim leichten, spritzigen Wein, der am besten jung - als Heuriger - getrunken wird und geht bis zur substanz- und alkoholreichen Spätlese, die auch durchaus lagerfähig ist. Der Grüne Veltliner ist in der Regel betont fruchtig, pfeffrig und würzig.



Herkunft/Verbreitung:

1435 in Rüsselsheim (D) Anbau nachgewiesen. Die Wachau reklamiert aufgrund einer urkundlichen Erwähnung eines Weingartens namens Ritzling den Sortenurprung für die eigene Region.

In Österreich überwiegend in der Wachau (wo sie hervorragende Weine hervorbringt), Kamptal, Donauland.

Charakteristik:

Höchste Ansprüche an Lage und Boden. Die duftigsten und rassigsten Weine entstehen auf Schiefer- und Urgesteinsverwitterungsböden. Spätreifend (Ernte Ende Oktober/November).


Wein:

Sein charmantes Bukett besitzt zumeist zarte Anklänge an Pfirsiche, Aprikosen und Zitrusfrüchte. Am Gaumen wirkt der Riesling wegen seiner pikaten Säure sehr rassig und anhaltend; er entwickelt sich kontinuierlich und ist daher sehr gut lagerfähig; dies gilt im besonderen für die raren Spät- und Auslesen (oder die Wachauer Smaragdweine).



Herkunft/Verbreitung:

Der Neuburger Ist eine natürliche Kreuzung von Roter Veltliner x Sylvaner. Stark verbreitet ist der Neuburger im Burgenland (Neusiedlersee) und in Niederösterreich. In der Steiermark und in Wien ist diese Sorte eher selten anzutreffen.


Charakteristik:

Geringe Ansprüche an Standort und Lage. Gedeiht noch sehr gut auf schweren und kalkreichen Böden, bevorzugt jedoch Urgesteinsböden. Neigt zum Verrieseln.


Wein:

Grünlich-gelbe Farbe, intensives, feines und würziges Muskatbukett, mild, meist niedrig in Alkohol und Extrakt.



Herkunft/Verbreitung:

Vermutlich Vorderasien. Eine der ältesten Rebsorten der Welt. Seit 1400 wird der Gelbe Muskateller in der Wachau urkundlich nachgewiesen. Außerdem wird er noch in der Steiermark und im Burgenland kultiviert.


Charakteristik:

Hohe Ansprüche an die Lage, spätreifend, fast für alle Böden geeignet (außer Kalk), fäulnisanfällig, empfindlich gegenüber Frost und Pilzbefall.


Wein:

Grünlich-gelb bzw. goldgelb (BA und TBA). Ausgeprägtes Muskatbukett. Fruchtig und säurebetont, bewahrt Typizität bis in hohe Prädikatweinstufen.



Herkunft/Verbreitung:

1882 vom Schweizer Dr. Hermann Müller gezüchtet; ist eine Kreuzung von Riesling x Gutedel. 1913 nach Deutschland, in den 50er Jahren in der ganzen Welt verbreitet. Einst die zweit wichtigste Rebe in Österreich, ist der Stern des Rivaner heute im Sinken. Vorwiegend in Niederösterreich und im Burgenland.

Charakteristik:
Nicht sehr anspruchsvoll, bevorzugt jedoch kühlere Anbaugebiete, nährstoffreiche, tiefgründige Lehm- und Lößböden mit guter Wasserversorgung. Empfindlich gegen Winterfröste, krankheitsanfällig.


Wein:

Zumeist ist der Rivaner ein säurearmer, runder Wein von leicht muskatigem Bukett und mildem Geschmackseindruck. Abgesehen von Prädikatsweinen aus dieser Sorte sollte der Rivaner vorzugsweise als Jungwein getrunken werden.



Herkunft/Verbreitung:

Neuzüchtung der Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg aus dem Jahr 1922. Kreuzung aus St. Laurent x Blaufränkisch. Österreichs wichtigste Rotweinsorte. Anbau konzentriert sich auf das Burgenland und Niederösterreich.
 
Charakteristik:
Genügsam hinsichtlich des Bodens, benötigt frühe bzw. mittelfrühe Lagen. Regelmäßiger hoher Ertrag. Gute Qualität wird nur bei entsprechender Ertragsreduktion erzielt.

Wein:
Als Jungwein besitzt der Zweigelt ein ausgeprägt fruchtiges Bukett, das mit der Reife runder und feiner wird. Die Qualitäten reichen vom jung zu trinkenden, leichten Tischwein bis zu kraftvollen Lagerweinen. Die solide Zweigeltrebe vermag in allen heimischen Rotweingegenden gute Resultate zu erzielen und gilt daher zurecht als die österreichische Rotweinhoffnung.